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25.03.2024

Salamander-Pilz erneut in Hessen nachgewiesen

Tödliche Hautkrankheit bedroht Feuersalamander und andere Schwanzlurcharten

Wiesbaden, 23.02.2024 – Es war eine Frage der Zeit – der „Salamanderfresser“ genannte Hautpilz ist in Hessen mit dem Fund toter Feuersalamander erstmals im Freiland bestätigt worden. Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) heißt der Pilz, der für den einheimischen Feuersalamander und auch andere Arten der Schwanzlurche in der Regel tödlich ist. Vor einigen Jahren vermutlich mit importierten Amphibien nach Europa eingeschleppt, hat der Pilz zunächst fast den gesamten Bestand von Feuersalamandern in den Niederlanden vernichtet. Auch in Belgien, der Eifel und im Ruhrgebiet fiel ihm bereits ein großer Teil der Lurche zum Opfer. Im Juni 2023 wurde der Hautpilz erstmalig in Hessen in der Tongrube Wembach in Ober-Ramstadt-Wembach an einem Kammmolch nachgewiesen. Nun erfolgte ein weiterer Nachweis des Erregers in Hessen im Freiland. Mehr als 30 tote Feuersalamander wurden bei Biedenkopf nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen aufgefunden. Verbreitet sich der Pilz weiter, hätte das verheerende Folgen für die heimischen Salamander und Molche und könnte schlimmstenfalls zum Aussterben vieler Arten führen – nicht nur in Hessen, sondern in ganz Europa.

Der Pilz wird unter anderem durch widerstandsfähige Dauersporen verbreitet. Naturfreunde sollten daher – vor allem nach Wanderungen in bereits stark befallenen Gebieten wie der Eifel – ihre Schuhe reinigen und trocknen.

Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Landkreis WaldeckFrankenberg und im Lahn-Dill-Kreis werden gebeten, Feuersalamander, Molche sowie Frösche und Kröten nicht anzufassen, damit Bsal nicht weiterverbreitet wird. Außerdem sollten sie unterwegs in der Natur auf den Wegen bleiben, Gewässerränder nicht betreten und Absperrungen beachten. Sparziergänger sollten ihre Hunde an der Leine führen und von Bächen, Uferbereichen, Teichen, Tümpeln und wassergefüllten Wagenspuren fernhalten. Für Menschen und ihre Haustiere ist Bsal nicht gefährlich.
Weitere Informationen zum Feuersalamander in Hessen: www.Feuersalamander-hessen.de

Kontakt:

Franziska Vogt
Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG)
Rheingaustraße 186
65203 Wiesbaden
Telefon: 0611-6939 307
E-Mail: pressestelle@hlnug.hessen.de 

Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek
Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)
Karl-Glöckner-Str. 21C, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99 35500
E-Mail: hans.p.ziemek@didaktik.bio.uni-giessen.de

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