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12.03.2020

Nr. 063/2020, 12. März 2020
Der Lahn-Dill-Kreis informiert:Kitas in Dutenhofen und Lahnau vorerst geschlossen

Drei Personen aus den beiden Einrichtungen hatten Kontakt zu Corona-Infiziertem

Wetzlar/Herborn (ldk): Wegen drei Personen aus den beiden Einrichtungen, die Kontakt zu einem bestätigten Corona-Virusfall hatten, bleiben die Kindertagesstätte Bärenland im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen sowie die Kindertagesstätte Storchwiese in Lahnau vorerst bis einschließlich Montag, den 16.03.2020 geschlossen. Das Kreis-Gesundheitsamt ermittelt. Sobald weitere Informationen bekannt sind, werden diese veröffentlicht.


Nr. 062/2020, 12. März 2020

Der Lahn-Dill-Kreis informiert:
Corona: Testergebnisse bestimmen weiteres Vorgehen
Kita und Grundschule Dutenhofen: Direkte Kontaktpersonen bekannt und benachrichtigt

Wetzlar/Herborn (ldk): Wegen zweier Personen aus den beiden Einrichtungen, die Kontakt zu einem bestätigten Corona-Virusfall hatten, bleiben die Kindertagesstätte Abenteuerland im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen sowie die Grundschule Dutenhofen seit heute, Mittwoch, 12. März 2020, geschlossen. Diese Anordnung wurde gestern Abend durch das Kreis-Gesundheitsamt verhängt und gilt bis auf Weiteres.

Die generelle Vorgehensweise des Gesundheitsamtes sieht folgendermaßen aus: Die Ermittlung der Infektionskette von Corona-Verdachtsfällen erfolgt schrittweise von innen nach außen. Zuerst wird mittels einer systematischen Befragung eine Liste der Personen erstellt, die direkten Kontakt zum Betroffenen bzw. zur Betroffenen im gefährdeten Zeitraum hatten. Im aktuellen Fall in Dutenhofen konnten durch dieses Ermittlungsverfahren innerhalb kurzer Zeit bereits Kontaktpersonen ermittelt, informiert und unter häusliche Isolation gestellt werden. Sie werden täglich durch Ärzte des Gesundheitsamtes telefonisch betreut. Weitere Maßnahmen werden der Lage angepasst und durchgeführt. Dies soll dazu beitragen, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen.

Sobald neue Informationen bekannt sind, werden diese nachberichtet.

Nr. 061/2020, 12. März 2020
Der Lahn-Dill-Kreis informiert:
Corona: Training und Wettkämpfe weiterhin möglich

Veranstaltungen in kreiseigenen Turn- und Sporthallen fallen aus / Zuschauer bleiben zuhause

Wetzlar/Herborn (ldk): Nachdem die Kreisverwaltung bereits entschieden hat, dass alle schulischen Veranstaltungen, die nicht ausdrücklich der Schulpflicht unterliegen, sowie alle Großveranstaltungen im Lahn-Dill-Kreis mit mehr als 1.000 Teilnehmenden derzeit aufgrund erster Infizierungen mit dem Corona-Virus nicht stattfinden dürfen, wurden nun zudem am späten Mittwochabend alle Nutzerinnen und Nutzer der kreiseigenen Turn- und Sporthallen angeschrieben.

Für den sportlichen Trainings- und Wettkampfbetrieb gilt demnach folgendes: Trainings und Wettkämpfe können weiterhin stattfinden. Es gilt allerdings die dringende Empfehlung diese ohne Zuschauer durchzuführen. Zudem sind, hervorgehend aus der aktuell veranlassten Allgemeinverfügung sowie der dringlichen Empfehlung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Lahn-Dill-Kreises, Veranstaltungen in Turn- und Sporthallen generell abzusagen bzw. zu verschieben. Diese Präventivmaßnahme soll dazu beitragen, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Nr. 059/2020, 11. März 2020
Der Lahn-Dill-Kreis und die Städte und Gemeinden des Lahn-Dill-Kreises informieren: „Es geht um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger!“

Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen ab sofort verboten / Schulveranstaltungen ebenfalls untersagt

Wetzlar/Herborn (ldk): Veranstaltungen im Lahn-Dill-Kreis mit einer Größe von mehr als 1.000 Personen sind ab heute, Mittwoch, 11. März 2020, verboten. Das betrifft sowohl öffentliche, als auch private Veranstaltungen. Die Kreisverwaltung hat dazu eine Allgemeinverfügung erlassen, die vorläufig bis zum 30. April 2020 gültig ist. „Es geht um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger des Lahn-Dill-Kreises. Die Gefahr, sich bei einer Menschenansammlung mit dem Corona-Virus anzustecken, ist sehr schwierig einzuschätzen, grundsätzlich aber mit großer Vorsicht zu betrachten“, sagt Landrat Wolfgang Schuster. Es kommen viele Menschen an einem Ort zusammen – sie kommen aus unterschiedlichen Gebieten oder Regionen, durchmischen sich, haben engeren Kontakt zueinander, als gewöhnlich. Um auch in Zukunft eine zuverlässige Rückverfolgung zu möglichen Kontaktpersonen zu gewährleisten, sind Großveranstaltungen ab sofort verboten. Ausnahmen in extremen Härtefällen unter Beachtung äußerst strenger Auflagen bleiben vorbehalten.

Bürgermeister und Landkreis im Konsens
Was aber ist mit Veranstaltungen im Lahn-Dill-Kreis, die weniger als 1.000 Besucherinnen und Besucher haben? Auf der Bürgermeisterdienstversammlung am heutigen Mittwoch haben sich die 23 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Lahn-Dill-Kreises darüber geeinigt. „Alle Veranstaltungen, die aktuell nicht unbedingt notwendig und damit verschiebbar sind, werden abgesagt“, fasst Frank Inderthal, Bürgermeister von Solms und Sprecher der Bürgermeisterkreisversammlung im Lahn-Dill-Kreis, zusammen. Das betreffe Veranstaltungen mit beispielsweise 50 Teilnehmenden, wie Vereinstreffen oder Vereinsjubiläen, genauso wie größere Veranstaltungen in den kommunalen Liegenschaften der Städte und Gemeinden, wie zum Beispiel Konzerte, Theateraufführungen, Kirmesveranstaltungen, Volksfeste usw. mit mehreren Hundert Teilnehmenden. „Wir wenden für alle Veranstaltungen grundsätzlich das an, was in der Allgemeinverfügung des Landkreises steht. Darüber hinaus werden wir zusätzlich auch sehr sensibel mit kleineren Veranstaltungen umgehen. Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger damit ein Stück weit sensibilisieren und natürlich schützen.“ Die Kreisverwaltung befürwortet dieses Vorhaben ausdrücklich. „Das sind präventive Maßnahmen. Es geht nicht darum, das öffentliche Leben einzuschränken. In dieser Zeit, in der sich das Coronavirus immer weiter ausbreitet, wollen wir alle dazu beitragen, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten“, ergänzt Landrat Wolfgang Schuster. Deshalb untersagt der Lahn-Dill-Kreis als Schulträger vorläufig in seinen Schulen alle Veranstaltungen mit größerem Teilnehmerkreis.

Absage und Verbot von Schulveranstaltungen im Lahn-Dill-Kreis
Aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus und bereits bestehender Quarantäne-Fälle von einzelnen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern im Landkreis, wurden alle Schulen im Lahn-Dill-Kreis am heutigen Mittwoch darüber informiert, dass schulische Veranstaltungen, die nicht ausdrücklich der Schulpflicht unterliegen, derzeit nicht stattfinden dürfen. „Wir nehmen unsere Fürsorgepflicht ernst und haben als Schulträger darüber hinaus eine Gesundheitsvorsorge zu gewährleisten“, sagt Schuldezernent Roland Esch. Aus diesem Grund sind die Schulen nun dazu angehalten, alle bereits organisierten Veranstaltungen abzusagen und perspektivisch geplante Veranstaltungen bis auf weiteres zu verschieben. Wann wieder Veranstaltungen in Schulen stattfinden dürfen, bleibt derzeit offen. Damit folgt die Kreisverwaltung ausdrücklich auch einer Empfehlung des Hessischen Kultusministeriums und setzt ein deutliches Zeichen im Sinne der Verantwortung und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.

Die Allgemeinverfügung zu den Großveranstaltungen im Lahn-Dill-Kreis kann vollständig nachgelesen werden auf www.lahn-dill-kreis.de  unter „Bekanntmachungen“.

11. März 2020
Presseinformation Corona:
Kita und Grundschule in Dutenhofen bleiben ab morgen geschlossen
Zwei Personen aus den beiden Einrichtungen hatten Kontakt zu Infiziertem

Wetzlar (ldk): Wegen zweier Personen aus den beiden Einrichtungen, die Kontakt zu einem bestätigten Corona-Virusfall hatten, bleiben die Kindertagesstätte Abenteuerland im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen sowie die Grundschule Dutenhofen ab morgen bis auf weiteres geschlossen. Das Kreis-Gesundheitsamt ermittelt. Sobald weitere Informationen bekannt sind, werden diese veröffentlicht.


Der Lahn-Dill-Kreis informiert:
Zwei neue Fälle des Coronavirus im Lahn-Dill-Kreis - Nr. 055/2020, 9. März 2020

Ansteckungen haben außerhalb des Landkreises stattgefunden

Wetzlar/Herborn (ldk). Im Lahn-Dill-Kreis gibt es einen dritten und einen vierten bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus. Es handelt sich dabei um eine 52-jährige Frau aus dem Nordkreis sowie eine 55-jährige Frau aus dem Südkreis. Beide Personen zeigen milde Krankheitssymptome, sind jeweils zu Hause isoliert und werden vom Gesundheitsamt betreut.
Die beiden Frauen haben sich nicht im Lahn-Dill-Kreis mit dem Coronavirus infiziert. Die 52-jährige ist am Freitagabend aus Südtirol zurückgekehrt. Sie hatte ihren Urlaub in dem seit dem vergangenen Wochenende dazu ausgerufenen Risikogebiet verbracht und sich dort mit dem Virus angesteckt. Die Infektionskette der 55-jährigen kann zu einem bekannten Fall in Berlin zurückverfolgt werden. Am gestrigen Sonntagabend wurden die Infektionen der beiden Frauen bestätigt. Das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises ermittelt nun mögliche weitere Kontaktpersonen.

Informationen zum Coronavirus im Lahn-Dill-Kreis sind zentral auf www.lahn-dill-kreis.de/corona zu finden.

Nr. 054/2020, 8. März 2020

Der Lahn-Dill-Kreis informiert: Testergebnisse negativ
Schülerinnen und Schüler bleiben weiterhin in Quarantäne
Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Die Schülerinnen und Schüler der Lahntalschule (Lahnau-Atzbach), die am Freitag, den 06.03.2020 aus einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekehrt sind, wurden negativ auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet. Von allen Teilnehmenden, die Erkältungssymptome aufwiesen, wurde noch am Freitagabend ein Abstrich gemacht, um auf das neuartige Coronavirus zu testen – bei diesen 52 getesteten Personen erwies sich der Befund als negativ.

Alle Teilnehmenden der Skifreizeit in Südtirol bleiben dennoch weiterhin vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Haushaltsangehörigen, die in sensiblen Bereichen arbeiten, wird empfohlen sich mit dem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Das Kreis-Gesundheitsamt empfiehlt, dass auch diese Personen in häuslicher Quarantäne verbleiben.

Informationen zum Coronavirus im Lahn-Dill-Kreis sind zentral auf www.lahn-dill-kreis.de/corona  zu finden.

Nr. 053/2020, 6. März 2020
Der Lahn-Dill-Kreis informiert:
Schulklassen vorsorglich unter Quarantäne
Rückkehr von Skifreizeiten aus Südtirol am Freitagabend, 6. März 2020

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Landrat Wolfgang Schuster und Schuldezernent Roland Esch informieren am Freitagnachmittag:

Mehrere Schulklassen der Lahntalschule (Lahnau-Atzbach) werden vorsorglich unter häusliche Quarantäne gestellt. Die Eltern sind bereits informiert. Insgesamt betroffen sind 74 Schülerinnen und Schüler sowie 14 Lehrkräfte und zwei Begleitpersonen. Sie kehren am heutigen Abend, Freitag, 6. März 2020, von einer Skifreizeit aus Südtirol zurück. Schulleitung und Kreis stehen in engem Kontakt, der Informationsfluss hat im Vorfeld reibungslos funktioniert. So können bereits vor Ankunft der Klassen alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden.

Südtirol ist in der vergangenen Nacht von Donnerstag auf Freitag zum Risikogebiet erklärt worden. Nach Vorgaben des Robert-Koch-Institutes bedeutet das, dass alle Reisenden, die aus diesem Gebiet kommen, vorsorglich für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt werden sollten. Allen Reisenden der Lahntalschule geht es nach aktuellen Informationen gut. Einige von ihnen zeigen leichte Erkältungssymptome. Die Gruppe wird nach ihrer Ankunft heute Abend ärztlich engmaschig betreut. Es werden nur Abstriche von Personen mit Krankheitssymptomen genommen, um zu ermitteln, ob es Infektionen mit dem Corona-Virus gegeben hat. Die Lahntalschule wird nicht geschlossen. Der Schulbetrieb läuft weiter.

Auch 15 Schülerinnen und Schüler, zwei Lehrer und eine Begleitperson der Goldbachschule in Dillenburg-Frohnhausen waren auf Skifreizeit in Südtirol und kehren heute Abend zurück – bei dieser Gruppe zeigen sich keine Krankheitssymptome. Auf Empfehlung des Lahn-Dill-Kreises hat die Schulleitung der Goldbachschule beschlossen, dass diese Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte für 14 Tage zuhause bleiben.

Aktueller Stand (06.03.2020/15:00 Uhr): Im Lahn-Dill-Kreis gibt es zwei bestätigte Fälle mit insgesamt 26 Kontaktpersonen in Quarantäne.

Informationen zum Coronavirus im Lahn-Dill-Kreis sind zentral auf www.lahn-dill-kreis.de/corona  zu finden.


Der Lahn-Dill-Kreis informiert:
2. Coronavirus-Fall im Lahn-Dill-Kreis heute bestätigt

Wetzlar/Herborn (ldk). Am heutigen Sonntagnachmittag wurde die zweite Infektion mit dem neuartigen Coronavirus im Lahn-Dill-Kreis bestätigt. Es handelt sich dabei um einen 52-jährigen Mann aus Wetzlar, der derzeit keine Krankheitssymptome zeigt. Der Fall steht im Zusammenhang mit einer Reise in die italienische Provinz Lombardei, wo vermutlich auch die Ansteckung stattfand. Der Mann befindet sich aktuell in häuslicher Quarantäne und wird engmaschig vom Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises betreut. Die betroffene Person hat am Mittwochnachmittag, 26. Februar 2020, die Messe W3+ in Wetzlar besucht. Alle medizinisch relevanten Kontaktpersonen des Mannes sind dem Gesundheitsamt bekannt. Dabei handelt es sich um 25 ermittelte Personen. Sie wurden bereits informiert und ebenfalls unter häusliche Quarantäne gestellt.

Weiterhin gelten die Regelungen und Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes. Besucher der Messe, die Symptome aufweisen, können sich telefonisch an ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen.

Presseinformation des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration
Nr. 044/2020, 28. Februar 2020

Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration und Landrat Wolfgang Schuster informieren am 28. Februar 2020 im Kreishaus Wetzlar

Wetzlar/Wiesbaden: Am späten Donnerstagabend wurde der erste Fall des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen bestätigt. Bei dem Patienten handelt es sich um einen 31 Jahre alten Wetzlarer Bürger mit milden grippeähnlichen Symptomen. Er wurde stationär in der Lahn-Dill-Klinik in Wetzlar aufgenommen. Der Mann hielt sich bis Sonntag (23.02.2020) in der Lombardei auf, die vom Robert-Koch-Institut gestern Abend ebenfalls zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt wurde. Auf einer Pressekonferenz heute Vormittag im Kreishaus Wetzlar informierte Sozial- und Integrationsminister Kai Klose gemeinsam mit dem Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster, der Leiterin des Gesundheitsamts des Lahn-Dill-Kreises, Dr. Gisela Ballmann, sowie Prof. Dr. Stephan Becker, dem Leiter der Virologie des Universitätsklinikums Marburg, über die aktuelle Situation.

Minister Klose betonte dort, dass die bislang präventiv ergriffenen Maßnahmen greifen: „Wir haben hier im Lahn-Dill-Kreis ein standardisiertes Verfahren gesehen, das beispielhaft abgelaufen ist. Es gab einen Verdachtsfall, der sich im Labor in der Virologie des Universitätsklinikums Marburg bestätigt hat. Anschließend haben wir schnellstmöglich die Öffentlichkeit informiert.“

„Da sich das Coronavirus zunehmend in Europa ausgebreitet hat, haben wir im Lahn-Dill-Kreis auch im Vorfeld bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir wirksam, schnell und zeitnah helfen können“, sagte Landrat Wolfgang Schuster. „Der Patient, der positiv getestet wurde, hat alles richtig gemacht: Nachdem er aus der Lombardei zurückgekommen war, hat er sich in dieser Woche bei unserem Gesundheitsamt gemeldet. Ein Abstrich wurde vorgenommen und seit gestern Abend wissen wir, dass der Test positiv ist.“

Die Gesundheitsämter in Hessen stehen in ständigem, regelmäßigem Austausch mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. „Unser oberstes Ziel ist es, Infektionsketten zu unterbrechen, um die Weiterverbreitung des Virus einzudämmen“, erklärte Dr. Gisela Ballmann, Leiterin des Gesundheitsamts des Lahn-Dill-Kreises. Ihre Behörde ermittelt und befragt derzeit Kontaktpersonen des Patienten. Bei engem persönlichem Kontakt zum Erkrankten werde häusliche Quarantäne verhängt. Frau Dr. Ballmann rief die Bevölkerung dazu auf, sich bei Fragen nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet oder Gebieten mit Fällen von Coronavirus-Infektionen telefonisch an ihr jeweiliges Gesundheitsamt zu wenden, um die persönliche Situation mit den dortigen Expertinnen und Experten zu besprechen.

Prof. Dr. Stephan Becker, Leiter der Virologie des Universitätsklinikums Marburg, betonte, dass Krankenhäuser und das gesamte Gesundheitssystem gut auf den Ausbruch vorbereitet seien, da die Verbreitung ähnlich wie bei der Influenza verlaufe. „Wir müssen uns aufgrund der leichten Übertragbarkeit jedoch darauf einstellen, dass es nicht bei diesem einen Fall bleiben wird“, so Prof. Becker. „Das Virus verursacht allerdings in den meisten Fällen eine milde Erkrankung.“

Minister Klose appellierte außerdem an die Bevölkerung, Solidarität mit Patientinnen und Patienten zu zeigen, die am neuartigen Coronavirus erkranken. „Es ist verständlich, dass Menschen besorgt sind und Angst haben. Wir werden Sie deshalb stets transparent informieren. Es gibt keinen Grund zur Panik. Wir sollten uns darauf konzentrieren, diejenigen, die erkranken, zu behandeln und so die Bevölkerung zu schützen“, so Klose. Er wies auch nochmals auf die hessenweite Hotline hin, unter der sich Bürgerinnen und Bürger zum Coronavirus informieren können. Diese ist unter der Nummer 0800 - 555 4 666 erreichbar.

Informationen auf der Website des HMSI: https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/erster-bestaetigter-fall-hessen-informationen-und-faq-zum-neuen-coronavirus-sars-cov-2 

Nr. 062/2020, 12. März 2020

 

Der Lahn-Dill-Kreis informiert:

Corona: Testergebnisse bestimmen weiteres Vorgehen

Kita und Grundschule Dutenhofen: Direkte Kontaktpersonen bekannt und benachrichtigt

 

Wetzlar/Herborn (ldk): Wegen zweier Personen aus den beiden Einrichtungen, die Kontakt zu einem bestätigten Corona-Virusfall hatten, bleiben die Kindertagesstätte Abenteuerland im Wetzlarer Stadtteil Dutenhofen sowie die Grundschule Dutenhofen seit heute, Mittwoch, 12. März 2020, geschlossen. Diese Anordnung wurde gestern Abend durch das Kreis-Gesundheitsamt verhängt und gilt bis auf Weiteres.

 

Die generelle Vorgehensweise des Gesundheitsamtes sieht folgendermaßen aus: Die Ermittlung der Infektionskette von Corona-Verdachtsfällen erfolgt schrittweise von innen nach außen. Zuerst wird mittels einer systematischen Befragung eine Liste der Personen erstellt, die direkten Kontakt zum Betroffenen bzw. zur Betroffenen im gefährdeten Zeitraum hatten. Im aktuellen Fall in Dutenhofen konnten durch dieses Ermittlungsverfahren innerhalb kurzer Zeit bereits Kontaktpersonen ermittelt, informiert und unter häusliche Isolation gestellt werden. Sie werden täglich durch Ärzte des Gesundheitsamtes telefonisch betreut. Weitere Maßnahmen werden der Lage angepasst und durchgeführt. Dies soll dazu beitragen, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen.

 

Sobald neue Informationen bekannt sind, werden diese nachberichtet.

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